Wienerberger Geschäftsbericht 2016 – wenn Algorithmen designen.

Die Zukunft ist digital und innovationsgetrieben. Das gilt auch für die Wienerberger AG, einem der weltweit führenden Anbieter für Baustoffe und Infrastukturlösungen. Wie aber macht man diesen Transformationsprozess visuell erlebbar? Das war eine der zentralen Aufgabe bei der Gestaltung des Geschäftsberichts 2016. Und da nichts das digitale Zeitalter besser symbolisiert als der Algorithmus, der den meisten Innovationen zugrunde liegt, war die Lösung klar: Wir lassen Algorithmen Innovation visualisieren.

Smart Solutions



Algorithmen, eigens von Studio Process entwickelt, wurden mit komplexem und umfangreichen Datenmaterial aus konkreten Projekten der Wienerberger-Gruppe gefüllt. Das Ergebnis waren visuell beeindruckende generative Designs, die – neben ihrer besonderen Ästhetik – den faktischen, oft abstrakten Informationen eine zusätzliche Verständnisebene geben – im Spannungsfeld zwischen komplexer Informationsgrafik und abstrakter Kunst.

Den Rahmen und strategischen Kontext gibt das neue, reduzierte Reporting Design. Durch den starken Einsatz von grafischer Informationsaufbereitung in Form von Piktogrammen und Illustrationen sowie von klarer Typografie setzt dieses ein klares Markenstatement. Zudem stellt es eine möglichst angenehme, effiziente Leseerfahrung (User Experience) sicher.

Success Stories

Success Story #1
Raineo – Keine Chance für Überflutungen


Als Ausgangspunkt dient die Exploration des globalen Wasserkreislaufes. Wie bilden sich Flüsse und Wasserläufe? Was ist der Einfluss des Geländes? Durch hydrologisch aufbereitete Geländemodelldaten — zurückgehend auf radar-topografische Aufzeichnungen des Spaceshuttles Endeavour — kann mit Hilfe eines speziell angefertigten Partikelsystems das Verhalten größerer Wassermengen an beliebigen Stellen der Erdoberfläche simuliert und grafisch aufbereitet werden. Jeder Ort, jede Region oder jeder Landstrich weist ein für sich charakteristisches „Wasserverhalten” auf. Somit entstehen ortspezifische, künstlerische Grafiken, welche punktuelle Einblicke in den globalen Wasserkreislauf bieten und die Potenziale von Raineo in einem Gesamtwasserkreislauf aufzeigen.

Success Story #2
Digitale Gartenplanung


Die Visuals sind inspiriert von der Mustervielfalt der Semmelrock-Bodenplatten: Dem Grundprinzip zur Auswahl von Form, Farbe und Oberfläche der Garden Visions-App folgend wurde ein Ablauf definiert, der die Bandbreite der Möglichkeiten der Garden Visions-App als abstrakte Plastik visualisiert. Dabei werden prozedural Flächen und Muster generiert und im dreidimensionalen Raum zu einem Objekt verbunden. Das Muster wird nicht auf konventionelle Weise auf der Fläche angebracht, sondern mittels Texture-Mapping experimentell verzerrt.

Success Story #3
Neue Möglichkeiten durch innovative Technologien


Vom Prototyp bis zum komplexen Spezialprodukt – der 3D-Druck eröffnet unzählige Chancen. Schichtweise nimmt das Werkstück seine Form an. Eine Methode, die dieses Visual aufgreift: Per Computerprogramm werden Objekte erzeugt und übereinander auf Linien abstrahiert. Die künstlerische Darstellung erinnert auch an Wireframe-Modelle, die beim Druck als Vorlage dienen.

Success Story #4
Vernetzte Gebäudeplanung im digitalen Zeitalter


Eine zentrale Qualität des BIM (Building Information Models) ist die Vernetzung unterschiedlicher Stakeholder, um allgemeine Informationen zum Projekt, Baukosten und Wartungsanleitungen übersichtlich erschließbar zu machen. Es optimiert Abläufe und Prozesse des gesamten Projekts. Der generative Algorithmus erzeugt ein Netzwerk und visualisiert alle materiellen und organisatorischen Einheiten, die in Relation zueinander stehen. Jeder Knotenpunkt ist mit anderen verbunden und sucht seine optimale Position durch Simulation von wechselwirkenden Kräften der Anziehung und Abstoßung. Unterschiedliche Stakeholder haben unterschiedliche „Gewichtung” im Netzwerk, die durch die Größe und den Grad der Vernetzung des Knotenpunkts zum Ausdruck kommt. Das Netzwerk wird selbst zum Informationsmodell des kollaborativen Austausches. Diverse Parameter für Anzahl der Knoten, Form, Farbe und Liniendicke etc. ermöglichen die Generierung unterschiedlichster Szenarien.