Markenführung für viele noch ein Fremdwort

Wirtschaftsblatt / 02. Februar 2011

„Dass der Begriff Marke nicht nur mit ‚Brief’ zu assoziieren ist, scheint sich laut einer OGM/Brainds-Umfrage noch immer nicht im ganzen Land herumgesprochen zu haben: Zwar wissen 95 Prozent der österreichischen Unternehmen mit mehr als 100 MItarbeitern und 100 Millionen € Umsatz, dass eine starke Marke in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten wichtig ist, und 72 Prozent kennen den Begriff Markenführung. Aber nur noch zwei Prozent verbinden diesen spontan mit Strategie, womit Österreich markentechnisch als Dritte-Welt-Land gilt. ‚Viele Unternehmen lassen damit Wettbewerbsvorteile ungenutzt’ sagt Oliver Heiss, Senior Brand Consultant der Branding-Agentur Brainds. Das Markenverständnis in Österreich sei veraltet, so als würde im AKH noch heute mit dem medizinischen Standard der 80er-Jahre gearbeitet werden. In einigen Jahren soll Markenführung zum Standardprogramm guter Unternehmenführung gehören, so wie Controlling, PR oder IT.

‚Moderne Markenführung ist heute eine hohe unternehmerische Kunst’, sagt Brainds-Inhaber Peter Deisenberger. Er sieht sie als strategische Managementdisziplin, durch die Bereiche wie Positionierung, Kommunikation und Marketing, Produktentwicklung, Innovationsmanagement und Mitarbeiterentwicklung gesteuert werden können. Das ‚A und O’ ist laut Deisenberger eine professionell entwickelte und leicht verständliche Markenstrategie sowie die Einbindung der Mitarbeiter.“

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