Die Zutaten für den guten Marken-Geschmack

Wirtschaftsblatt / 01. Februar 2010

„Als ‚Entwicklungsland in Sachen Branding‘ bezeichnet Peter Deisenberger Österreich – wohl nicht ganz zu Unrecht, betrachtet man die unklare Positionierung so mancher Marken (und der Markenstrategie) innerhalb vieler Unternehmen. Der Geschäftsführer und Kreativdirektor der Branding-Agentur Buero 16 will zu ‚intelligenten Marken‘ verhelfen – und um dieses Ziel sichtbarer zu machen, heißt sein Unternehmen ab heute, Montag, ‚brainds‘.

Bei einem Presseabend vergangene Woche kredenzten Deisenberger und seine Mitarbeiter nicht nur Weisheiten zum Branding (etwa: ‚Wer nur etwas von Marken versteht, versteht nichts von Marken‘, bezogen auf die eindimensionale Sichtweise angeblicher Experten), sondern passende italienische Gerichte gleich dazu: Eine Pasta fagioli etwa stand für die ‚Attraktivität der Reduktion‘: Marken müssen den Mut haben, die Komplexität der (Wirtschafts-)Welt zu reduzieren.

Die Mischung machts

Mit dem neuen Namen will Deisenberger das versteckte Potenzial in Österreich beim Branding heben: ‚Das Thema einer Werbeagentur zu überlassen, ist der falsche Weg.‘ Deisenberger kann für sich in Anspruch nehmen, das Branding nicht erst entdeckt zu haben, als es ‚in‘ wurde.

Dazu hat er ein Team von rund 20 fixen Mitarbeitern und Freelancern zusammengestellt. Dieses versteht nicht ausschließlich von Werbung und Wirtschaft etwas. Der kaufmännische Direktor Harald Lederer etwa kommt aus dem Non-Profit-Bereich.

Aber zurück zum Essen, bei dem es auf Zutaten und deren richtige Zusammensetzung ankommt: Eine gute Branding-Agentur, ist Deisenberger überzeugt, ist zu je einem Drittel Unternehmensberater, markentechnisches Institut und kreatives Designatelier. Für eine ‚exzellente Agentur kommt ein viertes Drittel dazu‘, meint er: ‚Wir denken ein bisschen mehr nach als andere, etwa über die religiöse Dimension des Konsums oder Alltagsmythen.‘

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