Printprodukte werden Appetizer

Bestseller / Nr. 9, 10/2009 / 13. Oktober 2009

„Bestseller: Frau Höth, Sie bekamen heuer für das Mitarbeitermagazin fresh von Orange beim deutschprachigen Unternehmensmedien-Oscar ‚Best of Corporate Publishing‘ in Berlin als einziger österreichischer Dienstleister Gold überreicht. Was sind denn nun die internationalen Entwicklungen in diesem Markt?

Irene Höth: Ein länderunabhängiger Trend ist die Medienkonvergenz (das Zusammenspiel verschiedener Kanäle, Anm.), um verschiedene Inhalte über unterschiedliche Medien besser transportieren zu können. So sind zum Beispiel längere Geschichten in Print besser aufgehoben, für Service-Infos oder sich regelmäßig verändernde Elemente werden eher Online oder Mobile (etwa Handy, Anm.) genutzt. Die große Herausforderung für Corporate Publisher in den kommenden Jahren wird es sein, über allen Medienformen hinweg integrierte Gesamtsysteme zu schaffen. Also Konzepte, die Print, Online und mobile Lösungen intelligent miteinander vernetzen.

Und Print?

Höth: Printprodukte mit neuen, modernen Konzepten werden die Rolle von ‚Appetizern‘ übernehmen, die den Leser auf alle weiteren Botschaften im Internet neugierig machen.

Also auch beim Corporate Publishing ein Abgesang auf Print?

Höth: Ich sehe nicht, dass Printprodukte in Zukunft weniger gelesen werden oder die neuen Medien durch ihre flexiblen Dialogmöglichkeiten diese gar verdrängen. Im Sinne des Lesers gilt es das für den jeweiligen Zweck am besten geeignete Medium zu wählen. Neue Kommunikationskanäle stellen eine zusätzliche Chance neben den Printprodukten dar.“

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