Viel Platz für kreative Köpfe
„Von Inszenierungen hält Harald Lederer, Geschäftsführer der Wiener Brandingagentur Buero 16, eher wenig. Er will Authentizität – und die hat er auch.
Er führt gern durch die Hallen seines Arbeitsplatzes, einer ehemaligen Metallfabrik im 15. Wiener Gemeindebezirk, und schwärmt von der Großzügigkeit und Formschönheit des Gebäudes. Insbesondere die Leere hat es ihm angetan: ‚Wir haben uns bewusst gegen Kunst an den Wänden entschieden, weil wir beim weißen Blatt beginnen wollen. Das steht für den leeren Kopf im positiven Sinn und das wiederum schafft Freiraum zum Denken.‘ Viel Freiraum: Auf 730 Quadratmeter gibt es einen Kreativbereich, um Ideen an die Wand zu werfen, eine großzügige Küche, mehrere Besprechungsräume, einen Garten samt Hasen und eine Bibliothek. Je nachdem welche Ideen gesponnen werden, wird das passende Umfeld gewählt. Und auch die Art zu arbeiten. ‚Wir laden uns gerne Leute ein, gehen spazieren oder werken mit Bildern oder Büchern‘, so Lederer. Der Arbeitsraum sei somit weniger Büroraum denn anregende Umgebung. Die Betoneisendecke, die Sprossenfenster, der gestrichene Betonboden mit seinen Sprüngen, diese ganze Komposition im Fabrikschick wirke anregend. Denn: ‚Jedes Material hat seine Geschichte und passt zu uns. Wir verstehen uns ja auch zum Teil als Handwerker, Arbeiter und Spieler‘, sagt er.“
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