Mehr als Mozartkugeln und Lipizzaner
„Aber zunächst die Frage: Ist ein Nation Branding wirklich notwendig? ‚Auf jeden Fall, denn auch wenn man auf Bestehendem, auf Österreichs Geschichte und Tradition aufbauen muss, wird ein allein historisches, vielleicht sogar von Mozartkugeln und Lipizzanern geprägtes Österreich-Bild kaum zukunfts- und hilfreich sein’, stellt Peter Deisenberger, Gründer und Geschäftsführer, Creative Management Brainds fest. Schließlich gehe es um Österreichs Identität: ‚Alte Identifikationsmöglichkeiten des souveränen Staates werden vermutlich mittel- und langfristig in einem Europa der Regionen, sprich ‚Vereinigte Staaten von Europa’, verloren gehen’. Zweitens zählt der Brandingexperte auf, gehe es um die Positionierung im globalen Wettbewerb, – unter dem Motto ‚Österreich ist attraktiv und im Konsumentenbewusstsein erste Wahl’. Deisenberger glaubt, dass eine Marke ein intelligentes Steuerungssystem ist, die effektive Kommunikation erlaubt. [...]“
Das Brainds-Duo, Deisenberger und Thomas Hotko, Leiter ‚Brand Consulting’ bei Brainds, betont außerdem: ‚Die Politik sollte sich aus der inhaltlichen Diskussion weitgehend heraushalten, und selbst nur als eine vieler Stakeholdergruppen am Prozess teilnehmen. Die Gründung eines Think Tanks erscheint sinnvoll, der ein Prozessdesign entwickelt und schließlich auch große Teile der Bevölkerung, direkt oder durch starke Medienpartner, mit einbezieht.’ Als gelungene Beispiele für Nation Branding nennt Hotko Finnland, ‚mit bemerkenswert starken Ansagen’ oder Deutschland, mit ‚ergebnisorientierter und authentischer ‚Tüchtigkeit’ und einem beachtliches Corporate Design der Republik und ihrer Institutionen gestaltet’. [...]“
