Nation Branding: Auf der Suche nach Österreich

Die Presse am Sonntag / 22. Oktober 2011

„Diese Idee freilich ist nicht neu und der Zug schon abgefahren, wie Peter Deisenberger, Gründer der Branding Agentur Brainds sagt: ‚Beim Thema Ostöffnung hat Österreich in den letzten Jahren imagemäßig einiges verspielt.’ Zu viel Goldgräberstimmung, zu wenig politisches Interesse. Als gelernter Österreicher, sagt Deisenberger, sei er skeptisch: ‚Branding braucht eine langfristige Perspektive, Politiker denken in Legislaturperioden.’ Die Kosten für die Etablierung einer Nation Brand beziffert er mit 20 bis 50 Mio. Euro, die Dauer mit vier Jahren, wobei die Pflege und Steuerung der Marke nie aufhören würden.

Was die ideale Struktur des Branding-Prozesses betrifft, haben Deisenberger und Olins ähnliche Vorstellungen: Am besten wäre ein Thinktank mit Vertretern aus Kunst, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und der Regierung. Wichtig sei, dass sich die Parteipolitik heraushalte – ‚sonst wird das Projekt nach einem Regierungswechsel sofort abgedreht.’ [...]“

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